Aus Freude an Orchideen...

Informationen zur Orchideenpflege

Damit auch Deine Orchideen in voller Blütenpracht erstrahlen!

Stammfäule

Ebenfalls eine gefährliche Krankheit, und der Herzfäule sehr ähnlich, ist die sogenannte Stammfäule.

Auch sie führt in den meisten Fällen zum Tod der Pflanze. Die Stammfäule ensteht jedoch nicht durch stehendes Wasser im Herzen der Orchideen, sondern breitet sie sich auch von unten aus dem Substrat heraus nach oben aus.

Man kann daher recht gut zwischen einer Stammfäule und einer Herzfäule unterscheiden: während bei der Herzfäule die neuesten Blätter oder das sogenannte Herzblatt, sprich das gerade entstehende, neue Blatt einer Orchidee – bei monopodial wachsenden Orchideen, wie z.B. Vanda oder Phalaenopsis, die ihre Blätter nacheinander aus der Mitte des Pflanzensprosses bilden – verfaulen und abfallen, fallen bei der Stammfäule eher die unteren Blätter ab. Oft kommt es vor, dass die Orchidee schon auf sanftes Berühren plötzlich alle Blätter abwirft.

Stammfäule kann entstehen, wenn die Orchidee z.B. ein wenig tief im Substrat eingetopft wird und dieses zu feucht gehalten wird.  Aber sie kann auch vorkommen, wenn der Stamm der Orchidee zu lange nass bleibt, z.B. nach Besprühen der Pflanze.

Hier gilt es im Allgemeinen, die Orchidee etwas trockener zu halten, gerade in der dunklen, kühleren Jahreszeit trocknet das Substrat nach dem Gießen oder Tauchen nicht so schnell ab, wie in der hellen und warmen Jahreszeit. Beim Gießen und Tauchen sollte auch immer darauf geachtet werden, dass in den Blattachseln der Orchidee kein Wasser stehenbleibt. Sollte doch einmal etwas Wasser in die Blattachseln gekommen sein, kann man es recht einfach mit der Ecke eines Papiertaschentuchs oder einer gefalteten Papierküchenrolle wieder aufsaugen.

Die Orchidee ist in den meisten Fällen leider nicht mehr zu retten, denn hat erst einmal die Stammfäule alle Blätter zum Abwurf gebracht, bildet sich kein neues, sogenanntes Herzblatt mehr – sind jedoch die Wurzeln der Pflanze noch saftig-grün und gesund, ist es möglich, dass die Mutterpflanze ein Stammkindel bildet – d.h.  einen genetisch identischen Abkömmling.

Es braucht natürlich sehr viel Geduld, aber bevor die Biotonne sich freut, sollte man der Orchidee die Chance geben, sich zu vermehren.

Damit die Stammfäule jedoch sich nicht noch weiter verbreitet, sollte man die betroffenen, schwarzen Stellen mit Zimtpulver oder Holzkohlepulver bestreichen, es wirkt desinfizierend und reduziert oder vermeidet das Ausbreiten der Fäule auf weitere Stellen.

Anschliessend sollte man die Orchidee genauso weiter pflegen und kultivieren, wie eine gesunde Orchidee, natürlich immer mit einem besonders wachsamen Auge – und möglicherweise zeigt sich nach ein paar Wochen bis Monaten ein Nachkömmling in Form eines Stammkindels.