Aus Freude an Orchideen...

Informationen zur Orchideenpflege

Damit auch Deine Orchideen in voller Blütenpracht erstrahlen!

Wachstum und Erscheinungsbild

Auf Stock und Stein...

Die Zygopetalum wächst überwiegend epiphytisch, sprich auf Bäumen und deren Ästen und Zweige, aber auch lithophytisch, das heisst auf Felsen, oder terristrisch - in der Erde.

Gefühlt mehr als nur eine Pflanze im Topf...

Die Zygopetalum wächst sympodial, anders, als die monopodial wachsenden Orchideen, wie zum Beispiel Phalaenopsis und Vanda, deren Blätter immer nacheinander aus der Mitte heraus wachsen.
Der sympodiale Wuchs entsteht aus einem sogenannten Rhizom heraus – man kann sich das Rhizom ein bisschen so vorstellen, wie ein querliegender Wurzelstrang, aus dem immer nebeneinander Pflanzensprosse herauswachsen.
Das heisst, stirb einer der Pflanzensprosse ab, muss das, im Gegensatz zu den monopodial wachsenden Orchideen nicht der Tod der Pflanze bedeuten.

Lieber ein bisschen auf Vorratsspeicherung gehen...

Ist aus dem Rhizom ein Pflanzenspross gewachsen, bildet sich an seinem unteren Ende eine Pseudobulbe. So nennt man eine eiförmige, ovale Verdickung, die zur Speicherung von Feuchtigkeit und Nährstoffen für schlechte Zeiten der Pflanze vorhanden ist. Oben an den Pseudobulben wachsen bei der Zygopetalum 2 oder mehr Blätter, die schwertähnlich lang sind. Sie können bei der Zygopetalum sehr lang werden, daher ist die gesunde Zygopetalum bei guter Haltung in ihrer Größe nicht unbedingt für die Fensterbank geeignet.

Will hoch hinaus...

Zwischen den Blättern wachsen die grünen, stämmigen Blütenstände heraus, an denen seitlich bis nach oben hin die Blüten spriessen.
In den Regel trägt ein Blütenstand 5-6 schöne Blüten, die bis zu einer Breite von 5 cm groß werden können.

Kühle Farben machen sie unvergleichlich...

Die Blüten sind farblich (noch) nicht ganz so abwechslungsreich, wie vielleicht bei anderen Orchideenarten, aber man erkennt Zygopetalen nicht nur an ihrer Form, sondern daran, dass die Petalen, das sind die inneren Blütenblätter, auch Kronblätter genannt, und die Sepalen, die äußeren Blütenblätter, auch Kelchblätter genannt, grün-grundig, mit dunkelblauer bis dunkelvioletter Maserung, gefärbt sind, während die Lippe der Blüte, auch Labellum genannt, andersfarbig ist, meist geädert.

Die Lippe für die kurzsichtigen Insekten...

Die Lippe ist das untere Blütenblatt, dass weit nach vorne steht und der Landeplatz für Insekten ist. 

Während bei der Zygopetalum die Lippe recht groß, leicht kräuselig, und ausgeprägt ist, sind die restlichen 5 Petalen und Sepalen schmal und länglich-glatt, manchmal am Rand auch leicht ausgefranst, sind.
In der Mitte der Blüte befindet sich die Säule, auch Columna genannt, man erkennt das kleine Knubbelchen beim näheren Betrachten.
Darunter befindet sich ein kleines Zünglein, das Callus, das zur Vermehrung durch Insekten dient – die Pollenquelle für die Bienen. Sind die Blüten verblüht, kann der Blütenstand komplett entfernt werden, es bilden sich keine Blüten mehr an diesem Blütenstand.