Aus Freude an Orchideen...

Informationen zur Orchideenpflege

Damit auch Deine Orchideen in voller Blütenpracht erstrahlen!

Wachstum und Erscheinungsbild

Bei ihr muss man nach unten schauen...

Pleionen wachsen nahezu ausschliesslich terristrisch, das heisst, in der Erde.

Niedlich und klein, wie im Maiglöckchen-Beet....

Das Wachstum der Pleionen ist sympodial, das heisst der Pflanzentrieb ensteht aus einem Rhizom, dem Wurzelstock.

Sie lebt auf dünnem Fuß...

Die Wurzeln der Pleionen sind dünn und fadenartig.

Sie hat ihre eigene Vorratskammer...

Die Pleione bildet an ihrer Basis runde, zwiebelartige und kugelige Pseudobulben, die zur Speicherung von Feuchtigkeit und Nährstoffen dienen.
Meist werden nur diese im Herbst in den Gärtnereien angeboten, ein bisschen ähnlich, wie bei einer Tulpenzwiebel. Diese Pseudobulben werden kühl überwintert, ohne unbedingt in einem Topf eingepflanzt sein zu müssen, gerne auch sehr kühl, jedoch immer frostfrei.
Im Frühjahr zeigt sich an der Pseudobulbe ein Pflanzenspross und es bilden sie Wurzeln. Nun kann die Pseudobulbe eingepflanzt werden.

Sie ist ein bisschen verwirrt...

Ist der Pflanzenspross ein paar Zentimeter gewachsen, bildet dieser eine Blüte, in seltenen Fällen auch einmal zwei.
Ist die Blüte verblüht, schiebt sich der Pflanzenspross weiter nach oben und wächst noch ein wenig weiter in die Länge. An seiner Spitze bildet er ein einzelnes schmales und geripptes, hellgrünes Blatt. Zur gleichen Zeit bildet der Trieb eine neue, dicke Pseudobulbe an seiner Basis aus, das bis zum Herbst sein finales Wachstum erreicht hat, bzw. haben sollte.

Sie spielt ein bisschen Baum...

Denn im Herbst wird das Blatt gelb und verwelkt, sodass die Bulbe wieder ohne Blütentrieb und Pflanzenspross bleibt. So geht die Pleione wieder in die Winterpause. In ihrer natürlichen Umgebung passiert es auch schon einmal, dass diese von Schnee bedeckt überwintert und im nächsten Frühjahr austreibt.
Die Pseudobulben halten leider nicht sehr lange, sie welken bereits im zweiten Jahr. Da aber eine einzelne Pseudobulbe gleich zwei Pflanzentriebe, und somit zwei neue Pseudobulben ausbilden kann, reproduziert sich die Pleione nicht nur, sondern vermehrt sich auf diesem Weg. Da eine einzelne Pseudobulbe mit einem einzelnen Blatt nicht unbedingt die attraktivste Pflanze darstellt, empfiehlt es sich daher, gleich mehrere Pseudobulben in einen Topf zu setzen.

Dicke Lippe und große Zähne...

Die Blüte der Pleionen besteht aus 3 äußeren Blütenblättern, die Sepale, oder auch Kelchblätter, und 3 inneren Blütenblättern, die Petale, oder auch Kronblätter, genannt werden, und länglich schmal und glatt aussehen.
Das untere Kronblatt in der Mitte der Blüte bildet die sehr markant aussehende Lippe, auch Labellum genannt, die nicht nur recht groß ausfällt, sondern sich um die sogenannte Säule, auch Columna genannt, und aussieht wie ein kleiner Knubbel, schliesst und an den Rändern gefranst bzw. gezahnt ist. Oftmals hebt sich die Lippe farblich von den Kron- und Kelchblättern ab.
Sieht man ins Innere der Lippe hinein, kann man an deren Ende nicht nur die Säule erkennen, sondern auch das Callus darunter, so nennt sich das kleine Zünglein unterhalb der Säule, die die Bestäubungsorgane der Blüte beherbergt.