Aus Freude an Orchideen...

Informationen zur Orchideenpflege

Damit auch Deine Orchideen in voller Blütenpracht erstrahlen!

Wachstum und Erscheinungsbild

Mini Cymbidium Hybride
Mini Cymbidium Hybride

Sie macht das Erdreich zum Himmelreich...

Cymbidien wachsen terristrisch, das heisst auf dem Boden in der Erde, oft findet man sie auch auf Humuspolstern wachsen, seltener jedoch in Astgabel von Bäumen, sprich, epiphytisch wachsend.

Sie liebt den Wildwuchs...

Der Wachstum von Cymbidien ist sympodial, das heisst, sie wachsen nicht, wie Vandeen oder Phalaenopsen aus der Blattmitte heraus weiter nach oben, immer ein Blatt nach dem anderen, was man monopodialen Wachstum nennt, sondern spriessen die einzelnen Pflanzsprosse nebeneinander aus dem sogenannten Rhizom, dem Wurzelstock – das kann man sich ein wenig so vorstellen, wie eine horizontal liegende Wurzel, aus der nebeneinander die Pflanzsprosse aus der Erde spriessen lässt.

Ihr Wasserversorgungssystem für Zeiten der Not...

Die Wurzeln der Cymbidien sind fleischig-dick und können viel Feuchtigkeit aufnehmen, zusätzlich entwickelt die Cymbidium Pseudobulben am Pflanzenspross-Ansatz zur Wasser- und Nährstoff-Speicherung – Pseudobulben sind ovale, eiförmige Verdickungen, die die Pflanze zum Überleben benötigt.
Das klingt alles nach einem großen Wasserbedarf – die Cymbidien benötigen in der Tat sehr viel Wasser und mögen Trockenheit überhaupt nicht. Jedes Jahr treiben neue Pflanzensprosse mit einem neuen Pseudobulbus aus.

Grüne Lanzetten machen sich breit...

Die Blätter der Cymbidien sind lanzettenartig lang und hellgrün bis grün. Zwischen den Blattachseln wachsen die langen, dicken Blütenstände hervor, rispenartig entstehen an ihnen dann seitlich die Blüten, meist gerne ein Dutzend Blüten, die zwischen 6 und 8 Wochen unentwegt blühen, ehe sie verwelken.

Ein wahres Blütenmeer...

Bei einer gut gepflegten und gewachsenen Cymbidium können auch schon einmal 5-6 Blütenstände pro Saison entstehen und versprechen so ein wahres Blütenmeer zuhause. Sind die Blüten verwelkt und alle abgefallen, kann der Blütenstand an der Basis abgeschnitten werden, aus ihm spriessen keine neue Blüten mehr.

Kannst Du dieser Blüte widerstehen?

Die Blüte der Cymbidium sind ein echter Hingucker – sie besteht aus 3 Petalen, das sind die inneren Blütenblätter, auch Kronblätter genannt, und 3 Sepalen, das sind die äußeren Blütenblätter, auch Kelchblätter genannt.
Das untere Kronblatt bildet die Lippe, auch unter Labellum bekannt. Lippe nennt man das Blütenblatt, das nach vorne hervorsteht und bei den Cymbidien nicht nur markant geformt sind, sondern auch oftmals sich in einer anderen Farbe von den anderen Blütenblättern absetzt.
In der ursprünglichen Naturform der Cymbidium sind Petale und Sepale unterschiedlich lang, bei den Hybridformen sind sie oftmals gleich geformt. Die Blütenblätter sind glatt, bei manchen Hybriden sind sie etwas schmaler geformt. In der Mitte des Blütenblattes befindet sich die Säule, auch Columna genannt, die ein wenig an ein Stupsnäschen erinnert, gleich darunter erkennt man ein kleines „Zünglein“, das Callus, das die Bestäubungsorgane der Blüte beherbergt.

Maritimes zum Schluss...

Die Lippe ist bei den Cymbidien ganz besonders auffällig, die auch letztlich der Namensgeber dieser schönen Orchidee ist, die Kahnlippe.