Aus Freude an Orchideen...

Informationen zur Orchideenpflege

Damit auch Deine Orchideen in voller Blütenpracht erstrahlen!

Pleione Pflegetipps

(Tibet-Orchidee)

Standort: halbschattig, bis schattig, keine direkte Sonne
Temperatur: kühl bis kalt, aber frostfrei
Luftfeuchtigkeit: hoch (60 bis 70%)
Winterpause: ausgeprägt
Pflanztopf: ich empfehle einen transparenten Pflanztopf, um die Restfeuchtigkeit im Inneren des Topfes einfach besser einschätzen zu können und das Wurzelwachstum beobachten zu können.
Übertopf: wenn sich für ein Übertopf entschieden wird, empfehle ich einen Milchglas- oder Glasübertopf, da sie nicht nur hübsch aussehen, sondern zudem Licht an die Wurzeln lassen.
Substrat: mittelfeines bis normales, luftiges Rindensubstrat/Torf-Gemisch, auch Seramis Orchideensubstrat funktioniert gut.
Da einige Pleionen Arten auch als Freiland-Orchideen zu halten sind, kann auch eine gute, wasser- und luftdurchlässige Blumenerde verwendet werden.
Giessen/Tauchen: während der Wachstumszeit mag es die Pleione gerne feucht, daher kann sie durchdringend gegossen, bzw. getaucht werden. Zwischen den Wassergaben kann das Substrat antrocknen, sollte aber nie ganz austrocknen.
Außerhalb der Wachstumsphase sollte nur Wasser gegeben werden, wenn die Bulben beginnen schrumpelig zu werden.
Umtopfen: da die alten Bulben, bzw. die Wurzeln, der Pleione in der Ruhepause absterben, und die vorhandenen Blätter gelb werden und abfallen, muss die Pleione sehr selten in einen größeren Topf umgetopft werden.
Keine Angst – aus der alten Mutter-Bulbe entstehen bei korrekter Haltung neue Triebe mit Bulben und Wurzeln, die dann widerum im Frühjahr, eingetopft werden können, auch ohne die Mutter-Bulbe.
Erst mit der Zeit wächst die Pleione so groß heran, dass die neuen Bulben im Topf keinen Platz mehr finden würde, bzw. aufgrund der großen Wurzelmasse das Substrat zu schnell abtrocknet.
Sie kann dann wahlweise in eine nächstgrößere Topfgröße (i.d.R. 2-3 cm größer) komplett gepflanzt werden, oder, falls sie bereits genug Pflanzentriebe mit genügend gesunden Wurzeln pro Pflanzentrieb besitzt, getrennt werden. Ein Teilstück jedoch ausreichend gesund gewachsene Wurzeln haben.
Man durchtrennt mit einer scharfen und sauberen Schere an einer geeigneten Stelle das Rhizom (Wurzelstock). Anschliessend entfernt man kaputte und matschige Wurzeln.
Die Wurzeln der Pleione sind im trockenen Zustand leicht brüchig, hier empfehle ich, diese vor dem Eintopfen für ca. 20 Minuten in lauwarmen Wasser einzuweichen, so werden sie geschmeidiger und biegsamer und können besser in den Topf gedreht werden, ohne die Wurzeln zu verletzen.
Die Bulben sollten bis zu 2/3 in die Erde oder das Substrat eingetopft werden. Nach dem Umtopfen für 24 Stunden nicht giessen oder wässern, damit sich entstandene Wunden wieder verschliessen können und keine Infektionen entstehen können. Kleiner Tipp: man kann, um Platz zu sparen, die alten, blattlosen Bulben im Herbst z.B. in einem Eierkarton oder einer gut durchlöcherten Plastiktüte im Kühlschrank bis zum Frühjahr aufbewahren.
Düngen: gedüngt wird während der Wachstumsphase alle 2 Wochen, jedoch genügt hier die halbe Menge Dünger von dem, was die Hersteller gerne empfehlen. Ab Herbst während der Ruhephase wird nicht mehr gedüngt.
Sommerfrische: Darf die Pleione im Sommer ins Freie? Ab Mai bis Anfang/Mitte Oktober darf die Pleione an einen schattigen, geschützten Platz nach draussen ins Freie, da sie durch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht zur Blütenbildung angeregt wird. Jedoch sollte sowohl darauf geachtet werden, dass sie nicht in der prallen Sonne steht.