Aus Freude an Orchideen...

Informationen zur Orchideenpflege

Damit auch Deine Orchideen in voller Blütenpracht erstrahlen!

Der richtige Orchideen-Topf

Ein ebenso wichtiger Punkt, damit die Orchidee wächst und gedeiht, ist die Wahl des richtigen Topfes.

Topf ist nicht gleich Topf

Nun wird sich der ein oder andere fragen, warum man in den Gartencentern und Gärtnereien – oder einfach überall, wo man Orchideen kaufen kann – die unterschiedlichen Orchideen in den unterschiedlichsten Töpfen findet. Und ich spreche jetzt nicht von einem Übertopf, sondern von dem „Zuhause“, in dem die Orchidee eingepflanzt ist. Da z.Zt. die Phalaenopsis Orchidee noch am häufigsten in den Gartencentern, Gartenmärkten, Blumenläden und anderen Geschäften vertreten ist, sieht man diese in meist einem durchsichtigen Topf oder Glas eingepflanzt.

Möchtest du ohne Licht und Luft leben?

Aber weshalb? Epiphytisch und lithophytisch, d.h. auf Bäumen und Felsen, wachsende Orchideen, zu denen sich z.B. auch die Phalaenopsis zählt, brauchen das Licht zum Wachsen und Gedeihen nicht nur an ihren Blättern und den sichtbaren Teilen der Pflanze, sondern auch an ihren Wurzeln. Beobachtet man eine Zeit lang seine Orchidee, kann man sehen, dass Orchideen mit ihren Wurzeln in einem transparenten Topf immer gerne in Richtung der Topfwand wachsen, ein gutes Indiz dafür, dass die Pflanze an ihren Wurzeln Licht möchte.

Wurzeln wachsen nicht nur nach unten...

Ein weiterer, guter Hinweis, ist, dass viele Orchideen-Arten Luftwurzeln bilden, die nicht in den Topf, bzw. das Substrat wachsen, sondern nach oben heraus. Sie wollen mit diesen Wurzeln Luft und Luftfeuchtigkeit tanken, aber auch Licht. Terristrisch, das heisst in der Erde, lebende Orchideen, zu denen jedoch wesentlich weniger Orchideenarten gehören, benötigen nicht unbedingt einen transparenten Topf zum Wachsen, hier kann auch ein normaler, herkömmlicher Pflanzentopf für Zimmerpflanzen verwendet werden.

Aber wie weiss ich nun auf die Schnelle, welchen Topf ich nun für meine Orchidee benötige?

Hier kann ich nur meine Erfahrung als Orchideen-Neuling wiedergeben: sollte man sich unsicher sein, ob transparenter oder nicht-transparenter Topf, kann man ruhig den transparenten Topf wählen, denn zum Einen nimmt es einem die Orchidee eher übel, einen nicht-transparenten Topf zu nehmen, als umgekehrt, zum Zweiten kann man, gerade als Einsteiger, das Wurzelwachstum und die Wurzeln von aussen besser sehen, um zu erkennen, wann die Orchidee wieder gegossen werden muss, oder zeigt, ob sie noch feucht genug ist.

Freiheit für die Wurzeln...

Der nächste wichtige Punkt bei der Wahl des Topfes ist, einen Topf mit möglich vielen Löchern am Boden zu wählen, durch die überschüssiges Wasser in den Übertopf oder einen Untersetzer abfliessen kann. Denn nahezu nichts ist schlimmer für eine Orchidee, als „nasse Füsse“ zu bekommen – sie „belohnt“ es einem nämlich mit faulenden Wurzeln, die Orchidee würde nach einiger Zeit eingehen.
Die Ausnahme sind die Wurzeln, die von selbst nach unten ins Wasser hineinwachsen: diese "gewöhnen" sich an das Wasser und werden nicht matschig werden.

Immer nasse Füsse... da würdest du auch krank werden...

Da zu nass schlimmer sein kann, als zu trocken, und die handelsüblichen Orchideen-Pflanztöpfe lediglich mit Löchern am Boden versehen sind, kann man zur Unterstützung seitlich am Topf zusätzliche Luftlöchern mit einem spitzen Gegenstand hineinbohren, um das Substrat besser zu belüften. Dies hilft ungemein, dass das Substrat nach dem Giessen oder Tauchen besser trocknet, und es nicht zu lange Zeit zu nass für die Orchideenwurzel bleibt.

Die Topfgröße richtet sich nach dem Wurzelvolumen

Der Durchmesser und die Größe des Topfes lässt sich leider nicht pauschalisieren, hier kommt es selbstverständlich auf die Größe der Orchidee und das Wurzelvolumen an.
Meist werden kleine und mittelgroße Orchideen in einem Topf mit 8 cm Durchmesser gesetzt, ausgewachsene Orchideen mit einem guten, gesunden Wurzelwachstum in Töpfen mit ca. 12 bis 13 cm Durchmesser. Orchideen, die ein so gutes Wurzelwachstum haben, dass zwischen den Wurzeln kaum noch ein Stück Substrat hineinpasst und dieses nach dem Giessen zu schnell trocknet, können in einen Topf mit 15 bis 18 cm Durchmesser gepflanzt werden.

Als Faustregel gilt bei nahezu allen Orchideen: lieber den Topf zu klein, als zu groß wählen, sie mögen es gerne eng und kuschelig

Lieber ein hübscher Übertopf, als Gläser, Schalen, Vasen...

Oftmals werden in den verschiedenen Blumenläden wunderschöne Orchideen-Arrangements in Gläsern angeboten, oft kombiniert mit anderen schmückenden Pflanzen. Diese sind zwar toll anzuschauen und sind ideal als Geschenk, allerdings ist die Orchideenhaltung und - Pflege in Gläsern nicht sehr einsteigerfreundlich und problemlos, da die Gefahr der Überwässerung mangels Löchern zum Ablaufen des überschüssigen Wassers sehr hoch ist.

Hat die beschenkte Person wenig oder keine Erfahrung mit Orchideen, empfiehlt es sich eher, zu einer Orchidee im herkömmlichen Orchideen-Plastiktopf zu greifen und ihr lieber einen schönen, schmückenden Orchideen-Übertopf zu gönnen.

Schau dir auch unser Video zu den einzelnen Töpfen an:

Die unterschiedlichen Orchideen-Töpfe